Der Oxford-Schuh – elegantes Schuhwerk für den Herren

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Der Oxford-Schuh – elegantes Schuhwerk für den Herren

Wer einen eleganten Schuh zum Anzug sucht und dabei auf absolute Zeitlosigkeit Wert legt, der kommt eigentlich nicht an einem echten „Oxford“ vorbei. Neben dem „Budapester“ gehört dieser Schuh zu den Herrenschuhen, die schon seit über einem Jahrhundert den Fuß des echten Gentleman kleiden. Der „Oxford“ hat – wie der Name schon unmissverständlich klar macht – etwas mit der Stadt Oxford zu tun. Die englische Stadt, die für ihre weltberühmte Universität bekannt ist, ist noch heute ein Mekka für junge Studenten und Akademiker. Der „Oxford“ war ein Ausdrucksmittel und Kleidungsstück eben jener gesellschaftlichen Gruppen – der Studenten und Akademiker. Das Neue an ihm war, dass er die bis dahin vorherrschenden knöchelhohen Stiefel ersetzte und dadurch frischen Wind in die Welt der Herrenmode brachte. Es gab also schon zu dieser Zeit modische Trends, die sich schließlich etablierten und nun zum Standardrepertoire der Welt des Herrenschuhs gehören. Genau wie der „Budapester“ strahlt der „Oxford“ aber nicht nur eine gewisse Geschichte und gehobene Eleganz aus, sonder er weist hervorragende Eigenschaften auf.

Der Oxfort – schon lange eine Garant für männliche Eleganz

Meist wird der Schuh aus edelstem Leder hergestellt. In England, einem Land in dem noch häufiger handgemachte Schuhe verkauft werden, als in anderen Teilen von Kontinentaleuropa, achten die Schuhmacher besonders auf ihre Werkstoffe. Tolles Kalbsleder, das sich je nach Beschaffenheit und Alter der Tiere in Boxcalf und Babycalf untergliedern lässt, ist ein sehr hochwertiger Werkstoff mit besonders vorteilhaften Eigenschaften. Das Kalbsleder ist sehr weich und erzeugt höchsten Tragekomfort. Darüber hinaus ist es atmungsaktiv und verhindert übermäßiges Schwitzen des Fußes im Sommer. Auch bei Regen steht der Schuh seinen Mann, denn das Leder ist wasserabweisend. Der „Oxford“ hätte aber nicht einen solchen Unterschied in Schuhwelt gemacht, würde er nicht noch weiter Charakteristika besitzen, die seine Einzigartigkeit auszeichnen. Schnürung, Schafthöhe und Schaftschnitt sind bei vielen „Oxford“ unterschiedlich und lassen die Modelle so wunderbar variantenreich erscheinen.

Bei der Schnürung der Schuhe unterscheidet man zwischen einer offenen Schnürung und einer geschlossenen Schnürung. Offen oder geschlossen meint hier die Form des Schaftschnittes. Bei einer offenen Schnürung bezeichnet man den Schuh auch als „Derby“. Man sollte darauf achten, dass hiermit aber nicht gemeint ist, ob der Schuh gebunden ist oder nicht. Offen und geschlossen deutet nur an, wie die Verschlussteile beim Oxford-Schuh zusammenlaufen. Die Schafthöhe eines „Oxford“ entscheidet über seine eigentlich Bezeichnung. Verfügt der Schuh über einen niedrigen Schaft, so spricht man von einem Halbschuh, hat der Schuh einen besonders hohen Schaft, so geht man von einem Oxford-Stiefel aus. Bei der Art des Schaftschnitt wird nochmals differenziert. Wenn der Schaft aus einem einzigen Stück Leder gemacht ist, redet man von einem „Wholecut“. Ist nur das Vorderteil nahtlos, ist von einem Plain Oxford die Rede. Diese Elemente allein sagen viel über den jeweiligen „Oxford“ aus, sind aber nicht die einzigen Kriterien, die den Schuh beeinflussen. Auch die Verzierung des Schuhs ist von enormer Wichtigkeit. Die Lochverzierungen, die wir bereits vom edlen „Budapester“ kennen, weisen auch viele Oxford-Schuhe auf. Und ähnlich wie beim „Budapester“ gibt es auch beim „Oxford“ die Unterscheidung zwischen einer Querkappe und einer Flügelkappe. Hat der Schuh eine Querkappe, so sprechen wir von einem „Halfbrogue“, verfügt der Schuh über eine Flügelkappe, so sprechen wir von einem „Fullbroque“.

Der „Oxford“ hat zurecht seinen Weg in die Modewelt gefunden und ist zu einem zeitlosen Klassiker geworden. Für Stars wie Frank Sinatra und Fred Astaire waren sie nicht wegzudenken, da sie zu jedem Anzug passten und jedem Anlass Glanz verliehen. Wer dies auch einmal für sich geltend machen will, der ist gut damit beraten, sich einen „Oxford“ zuzulegen.