New Balance: Eine missverstandene Sneaker-Marke

Die Vereinnahmung einer Modemarke durch Idioten kann den Ruf eines Labels auf lange Zeit ruinieren – auch wenn die Marke selbst überhaupt nichts dafür kann. Marken-Missbrauch für politische Zwecke? Bei New Balance kann man ein Lied davon singen. Doch während die Sneakers der Bostoner Marke in den USA häufig im einem Atemzug mit Adidas, Nike und anderen Big Names genannt werden, hat sie in Deutschland heute immer noch nicht ihren verdienten Status inne. Die Geschichte von New Balance ist die Geschichte einer missverstandenen Schuh-Marke.

Es muss irgendwann Ende der 80er, Anfang der 90er Jahre gewesen sein, als es ein paar „schlaue“ Nazis es für eine geniale Idee hielten, Sneakers von New Balance künftig als Teil ihrer Uniform zu benutzen. Die ausgeklügelte Logik der Rechten: „Is ein ‚N‘ drauf, geil! Das kann für Nationalsozialismus stehen“. Im Prinzip taten sie damit das, was man von ihnen längst gewohnt war und was sie bis heute tun: Sie grasen Trends der Modewelt und Jugendkulturen Stück für Stück ab, klauen und benutzen sie für ihre politischen Zwecke. Auf diese Art und Weise wurde die Skinhead-Kultur plötzlich in die rechte Ecke gedrängt, Lonsdale zum Inbegriff der Nazimarke und Fred Perry von vielen gemieden.

Klar, wer sich mit Mode auskennt und informiert ist, weiß längst Bescheid, dass all diese Marken rein gar nichts mit rechtem Gedankengut zu tun haben – nicht einmal im Entferntesten. Für die breite Masse jedoch sind diese Labels für immer und ewig als Fascho-Uniform gebrandmarkt. Darunter leiden natürlich in erster Linie die Marken selbst, die durch die Negativ-Promo massive Gewinneinbußen verzeichnen, aber auch die Leute, die Kleidung dieser Marken wegen des Looks oder ihrer Qualität tragen und zu Unrecht als Nazis betrachtet werden. Ein Problem, dass viele deutsche Sneaker-Fans kennen, wenn es um New Balance-Schuhe geht.

Die New Balance 574er sind moderne Klassiker in der Sneakerwelt – das wissen Fans in Europa, Asien und Amerika. Doch in Deutschland trauen sich viele Leute immer noch nicht, ein Paar dieser absoluten Traum-Kicks zu tragen, weil das negativ behaftete „N“ auf ihnen prangt. Natürlich will niemand als Rechter abgestempelt werden, nur weil er diese Sneakers trägt. Wie schwer dieser Imageverlust wirkt, wird klar, wenn man sich vor Augen führt, dass sich ein Großteil der rechten Szene eigentlich längst von der Marke entfernt hat, sie für die Öffentlichkeit aber unverändert mit den Nazis verbunden bleibt. Applaus an die Verantwortlichen! Große Leistung.

Bei New Balance hat man zumindest versucht, den schlechten Ruf abzulegen: 2005 verhängte die Firmenzentrale einen Lieferstopp an rund 40 Geschäfte in Deutschland, deren mutmaßliche Hauptzielgruppe vom rechten Rand stammte. Natürlich kann man sich fragen, ob ein solches Vorgehen ausreichend ist, um sich von der braunen Plage zu befreien, oder ob man nicht lieber den Weg des Labels Lonsdales hätte einschlagen sollen. Dort engagierte man sich aktiv gegen Nazis, warb mit dem Slogan „Lonsdale loves all colours“ und setzte bewusst multiethnische Models für ihre Werbekampagnen ein. Bei New Balance entschied man sich hingegen absichtlich für das Abschneiden der Vertriebswege zu bestimmten Geschäften und hoffte so die Verbindung zu entsprechenden Gruppen zu kappen.

Der Erfolg solcher Aktionen tritt nur langsam ein. Wie gesagt: Auch wenn Nazis mehr und mehr das Interesse an NB-Sneakers verlieren, so hat die Marke in weiten Teilen der Öffentlichkeit noch immer mit einem negativen Image zu kämpfen. Dessen Verbesserung ist nur in kleinen Schritten zu erkennen. Was also kann die Lösung des Problems sein? – Ganz einfach: Tragt diese Sneaker! Gerade die 574er sind absolute Traumschuhe, es gibt sie in unzähligen Ausführungen, passend zu jedem erdenklichen Outfit. Sie sind superbequem, modern und zählen laut zahlreichen Tests zu den hochwertigsten Laufschuhen in ihrem Preissegment. Das Label von seinem schlechten Image zu befreien KANN nur durch eine solche Gegenoffensive funktionieren. Deshalb: Bleibt korrekt, tragt die Sneakers, die euch gefallen UNABHÄNGIG davon, was die breite Masse zu glauben scheint. Vor allem aber: Klärt die Leute auf, die euch deswegen anmachen! New Balance ist viel mehr, als ein paar fehlgesteuerte Typen mit dem falschen Gedankengut, die sie als Teil ihrer Kluft auserkoren haben.

Herrenschuhe – was sind die wirklich teuersten Schuhe?

Viele Leute behaupten, dass nur Frauen süchtig nach Schuhen sind und damit die einzigen, die Unmengen an Geld darauf verwenden, immer die aktuellsten und teuersten Modelle im Schrank stehen zu haben. Das auch Männer verrückt nach Schuhen sein können und gern tiefer ins Portemonnaie greifen, um einen schönen Schuh zu erstehen, zeigt die Top-Ten der teuersten Herrenschuhe, die je gefertigt wurden.

10. Salvatore Ferragamo – Python Loafers (900 Dollar)

Salvatore Ferragamo ist sicherlich einer der größten Namen in der Welt der Männermode. Seine Python Loafers sind nicht nur aus edelstem Material, sondern entsprechen voll und ganz der Qualität, die man von Ferragamo gewohnt ist. Mit einem Preis von 900 Dollar muss man allerdings  tief in die Tasche greifen.

9. Der Schwarze „Barker“ mit Straußen Kappe (975 Dollar)

Ein toller Schuh mit Kappe aus Straußenleder. Die Details des Schuhs sind besonders auffällig und bürgen für die großartige Qualität der englischen Schuhmacherkunst.

8.GJ Clerverley&Co. – „Any Style“ (995 Dollar)

Diese Schuhe sind wirklich die Ausgeburt an Klasse. Mit exklusiver Dover Spitze und mit Schweineborsten verarbeitet, kann der Schuh einige Highlights bieten, die andere Schuhe vermissen lassen. Meiner Ansicht nach der richtige Schuh für den anspruchsvollen Träger.

7. Edward Green  – „Dover Split“(1.075 Dollar)

Handgefertigte Schuhe haben einen hohen Preis – das wissen wir. Allerdings sind Schuhe, wie der aus dem Hause Edward Green jeden Cent wert. Sie sind besonders langlebig und können beim Schuhmacher zackig auf Vordermann gebracht werden.

6. Martin Digman – „Krokodil Arlo“ (1.195 Dollar)

Dieser Schuh hat einen solch hohen Preis, weil er aus Leder von echtem Salzwasserkrokodilen gefertigt wurde. Er ist einfach der perfekte Schuh für Business, Freizeit oder die Reise ans andere Ende der Welt. Er verfügt außerdem über eine rutschfeste Sohle, die den Träger nie aufs Glatteis führt. Absolut der passende Schuh für den Highend-Anspruch.

5. Tanino Crisci – „Lilian“ (1.250 Dollar)

Wenn man einen wirklich klassischen Herrenschuh sein Eigen nennen möchte, dann sollte bei diesem Schuh schnell die Kreditkarte gezückt werden. Nicht nur das der „Lilian“ aus edelstem Leder gefertigt wurde, nein, er ist gestaltet, um seinen Träger über viele Jahre glücklich zu machen.

4. John Lobb – John Lobb 2005 (1.300 Dollar)

Dieser Schuh setzt sich farblich auf zwei Eben ab und ist damit ein wenig exotischer als andere Herrenschuhe, die man so vor die Nase bekommt. Die modischen Akzente, die sich dadurch setzen lassen, sind enorm cool. Am besten lässt sich dieser Schuh zu lässigen Cordhosen kombinieren oder zu Anzügen aus den 50ern und 60er Jahren.

3. Testoni – „Norvegese“ (1.500 Dollar)

Bei diesem Schuh hat der Hersteller vor allem darauf geachtet, Leichtigkeit ins Spiel zu bringen. Mit ihm könnte man einen ganzen Marathon rennen – was man in Anbetracht seines Preises vielleicht lassen sollte. Stilistisch und in Hinblick auf seine Funktionalität ist es definitiv ein großartiger Schuh.

2. New&Lingwood – Russischer Kalbsleder Schuh (1.550 Dollar)

Kalsbleder ist bekanntlich eines der teuersten Materialien, wenn es um die Verarbeitung von Schuhen geht. New&Lingwood, die es schon beinahe 150 Jahre gibt, verstehen sich auf die Verarbeitung dieses Materials für ihre handgemachten Schuhe. Das Kalbsleder verleiht einen enormen Glanz und ist besonders langlebig.

1.  Berluti „Rapieces“ (1.800 Dollar)

Berluti is ebenfalls ein Traditionshaus unter den Schuhmachern. Besonderheit des Labels ist es, immer eine große Palette an Farben anbieten zu können. Dadurch können nicht nur wundervolle Akzente gesetzt und die Kleidung besser hinzu kombiniert werden, nein auch die Auswahl wird dem modebewussten Mann leichter gemacht. Mit 1.800 Dollar ist der Preis der Schuhe enorm hoch, aber wer sich etwas ganz besonderes gönnen will, der muss schon etwas mehr bezahlen.

Die besten Herrenschuhe für Frühling/Sommer 2013

Herrenschuhe 2013

Jedes Jahr die gleiche Frage: Was ist der passende Schuh für Frühling und Sommer? Für manche Herren stellt sich diese Frage aber gar nicht erst. Sie wissen, dass es an den ganz heißen Tagen nur Flip-Flops sein können und Abends der legere Sneaker. Sicherlich ist diese Herangehensweise nicht unbedingt falsch, denn praktisch sind diese Schuhe allemal. Allerdings lohnt es sich auch den Blick etwas weiter schweifen zu lassen und sich Gedanken darüber zu machen, was in der Welt des Herrenschuhs modisch hinzu gekommen ist. In diesem Artikel wollen wir uns einige Trends für Frühling/Sommer 2013 ansehen.

Natürlich ist auch dieses Jahr wieder all jenes präsent, was uns schon im letzten Jahr auf den Laufstegen dieser Welt gezeigt wurde. Egal ob Chanel, Louis Vuitton, Prada oder Alexander McQueen. Die großen Labels prägen den Geschmack der ganzen Industrie und haben einen enormen Einfluss auf die Schuhe, die wir tragen. Das wird dieses Jahr nicht allen Herren gefallen, vor allem jenen nicht, die gern dünne Schuhe tragen und viel Luft an die Füße lassen wollen. In diesem Sommer sind nämlich die Stiefel im Grunge-Look absolutes Nonplusultra. Wir haben diesen Trend schon bei anderen Accessoires gesehen. Ketten und Gürteln wurden im Grunge-Look entworfen – dass sich allerdings die Grunge-Stiefel in diesem Sommer durchsetzen, hätte ich persönlich nicht vermocht zu glauben. Ihr Markenzeichen ist der leicht abgetragene Look. Der Schaft der Stiefel ist sehr weit und wirkt auf den ersten Blick so, als könnte Mann beim Laufen herausschlappen. Jeder weiß, dass man Grunge-Legende Kurt Cobain nicht alles nachmachen sollte, für diese Stiefel gilt dasselbe – sie sind wirklich Geschmackssache.

Ein anderes fragwürdiges Highlight sind in diesem Sommer die Stiefel im Techno-Look. Eigentlich dachte ich, wir hätten dieses grauenvolle Kapitel aus den Neunzigern hinter uns gelassen, doch dies scheint sich gerade als Irrtum herauszustellen. Die hohen Stiefel mit doppelten und dreifachen seitlichen Verschlussriemen und Metallapplikationen auf der Zunge des Stiefels sind modisch ein absolutes NO-GO. Fehlte nur noch, dass der lange Wickelrock für Herren wieder zurückkommt. Schon besser und nicht ganz so fragwürdig, sind die Stiefel mit elastischen Bändern, wie wir sie vom Chelsea-Boot kennen. In diesem Sommer kommen sie mit leichtem Plateau daher und treffen wahrscheinlich den Geschmack der Mehrheit der Männer. Die Sneaker sind im Gegensatz zu oben beschriebenen Schuhmodellen eine echte Augenweide und glänzen mit super unterschiedlichen Styles. Egal ob Farbe oder Material – es ist alles erlaubt, was gefällt und jeder wird auf seine Kosten kommen. Was sich bei den Sneakern allerdings relativ einheitlich durchgesetzt hat, dass sind die Sportsohlen der Schuhe. Wir kennen sie von Schuhen wie dem Chuck der Marke Convers, der eine echte Legende geworden ist und wahrscheinlich als Urvater der Sneaker gehandelt werden kann. Wie bei den Taschen und anderen Accessoires ist in diesem Jahr unbedingt darauf zu achten, das Reptilienleder getragen wird. Das wird nicht jedem Umweltfreund Freude bereiten – modisch ist es aber total angesagt und ein echtes Must-Have. Egal ob Armani, Veneta oder Roberto Cavalli – sie alle verarbeiten Reptilienleder für ihre wundervollen Schuhkreationen.

Wem Reptilienleder etwas zu extravagant ist, der kann sich freuen, denn auch Veloursleder ist in dieser Saison absolut tragbar und akzeptiert. Sneaker lassen sich in diesem Jahr übrigens sehr gern im Metallic-Look sehen und sind auf den Tanzflächen der Clubs und Diskotheken ein echter Hingucker. Wer Muster liebt, der kann dieses Jahr problemlos auf eine große Palette von Möglichkeiten zurückgreifen. Egal ob Blumenmuster oder abstrakte geometrische Formen, es ist für jeden etwas dabei und niemand muss leer ausgehen. Die diesjährige Mode des Herrenschuhs ist wirklich super vielseitig und kann es mit allen Generationen aufnehmen. Es müssen also doch nicht nur Flip-Flops oder super legere Sneaker sein.

Update:

Weitere hochwertige Herrenschuhe von Armani findet ihr im Blog von shoppl.

Chelsea-Boots – gibt’s noch bessere Herrenschuhe?

Chelsea Boots

Der Mann, der Klassische Schuhe liebt, der kommt ohne rahmengenähte Schuhe gar nicht mehr aus. Die Oxforder und die Budapester sind wohl die bekanntesten Herrenschuhe dieser Art. Da es draußen noch kalt ist und wir diese Schuhmodelle besonders im Frühling und Herbst an den Füßen der Herren finden, kann es im ausgehenden Winter gern noch ein bisschen mehr sein. Zwar gibt es auch Winterstiefel, die dem anspruchsvollen Mann gefallen und zu den rahmengenähten Schuhen gehören, aber diese sind manchmal einfach zu umständlich und und zu dick. Da ist es doch super, dass es eine Abwechslung gibt, die das Herz der Männer auch im Winter höher schlagen lassen wird: Den Chelsea-Boot. Der Chelsea-Boot hat eine sehr lange Geschichte und kommt wie viele elegante Schuhmodelle aus der britischen Hauptstadt London. Von dort hat sich der Schuh – der von niemandem geringeres als dem Schuhmacher der ehemaligen Queen Victoria gemacht wurde – in Europa und im Rest der Welt breit gemacht.

Doch was ist so besonders an diesem Schuh?

Die meisten Herrenschuhe haben eine gängige Schnürung. Das heißt, es können Schnürsenkel durch Löcher gezogen werden und der Schuh anschließen verbunden. Beim Chelsea-Boot sieht die Geschichte schon etwas anders aus. Er hat keine Schnürung, sondern der Schaft hat einen Gummibandeinsatz, der sich dehnt, wenn Mann mit seinen Füßen hinein schlüpft. Dies hat den Vorteil, dass der Schuh nicht nur super schnell angezogen und ausgezogen werden kann, sondern auch ein zusätzliches stilistisches Element hinzutritt. Die Gummibandeinsätze können sich nämlich farblich vom Rest des Schuhs abheben. Das schafft nicht nur stylishe Kontraste, sondern macht den Schuh super vielseitig und kombinierbar. In der Welt der Popmusik war der englische Klassiker, der bereits seit den 1830er Jahren hergestellt wurde, ein Dauerbrenner.

In den sechziger und siebziger Jahren waren es die Rolling Stones und die Beatles, die die Chelsea-Boots zu ihren engen Jeans und Lederhosen trugen. Letzteren sagt man sogar nach, dass sie die super schmale Version des Chelsea-Boot mit spitz zulaufender Schuhspitze und dem geschwungenen Absatz populär gemacht hätten. Ob dies tatsächlich stimmt, sei einmal dahin gestellt. Fest steht aber, dass der Chelsea-Boot ganz sicher einen etablierten Platz in der Welt des Herrenschuhs eingenommen hat und nun beginnt die Damenwelt zu erobern. Im Jahre 2013 sind Chelsea-Boots für Frauen total angesagt, da sie super zum hippen Vintage-Look passen und zu engen Hosen einfach grandios aussehen. Die echte Domäne des Chelsea-Boot ist aber immer noch der Fuß des Mannes. Und für den Mann gibt es wirklich eine Vielzahl unterschiedlicher Modelle, die keine Langeweile aufkommen lassen und Mann immer gut gekleidet durch den Tag führen. Wer es sehr edel und wirklich traditionell mag, der sollte die eleganten Chelsea-Boots aus Glattleder probieren.

Glattes Kalbsleder ist einfach das Nonplusultra für diese Schuhe und verleiht ihnen nicht nur eine unnachahmlich situierte Note und Glanz, es passt darüber hinaus toll zu Stoffhosen und Anzügen. Und Überraschung: wer nun geglaubt hat, die Chelsea-Boots seien ein krasse Unterschied zu rahmengenähten Schuhen wie dem Oxforder oder dem Budapester, der kann aufatmen. Denn natürlich gibt es den Chelsea-Boot auch als rahmengenähte Variante, die sich bei gehobenen Anlässen gern sehen lassen kann. Wer es etwas legerer will und den Schuh auch in der Freizeit tragen möchte, dem seien Chelsea-Boots in Veloursleder oder in Rauhleder empfohlen. Diese kann Mann mit normalen Jeans oder zu Cordhosen tragen und ganz seinem geliebten Vintage-Look frönen. Männer, die einen ausgeprägten Schuhgeschmack haben und gern neue Dinge ausprobieren, die sollten unbedingt die verschiedenen Versionen dieses großartigen Schuhs unter die Lupe nehmen, denn mit einem Chelsea-Boot ist man wirklich immer gut zu Fuß.

Der Monkstrap – Edler Schuh mit schönen Schnallen

Monkstrap

Das Erste was beim Monkstrap ins Auge fällt, ist wohl sein merkwürdiger Name. Wenn man Monk hört, dann weiß man, geht es um Mönche. Doch was haben Mönche mit klassischen Herrenschuhen zu tun? Tragen Mönche in den Klöstern nicht vielmehr Sandalen unter ihren Kutten? Würden sich Herrenschuhe wie der Monkstrap überhaupt für die Arbeit in einer Abtei eignen? Wenn man sich den Schuh genau zu Gemüte führt, dann muss man all dieses Fragen mit einem klaren und eindeutigen Nein beantworten. Der Monkstrap ist nämlich super elegant und ein absoluter Klassiker unter den Herrenschuhen. Die Geschichte des Monkstrap geht angeblich bis ins frühe fünfzehnte Jahrhundert zurück, wobei diese Angaben nicht genau verifiziert werden können.

Fakt ist, dass dieser Schuh große Ähnlichkeiten mit dem Derby aufweist. Die Seitenteil des Halbschuhs sehen sehr ähnlich aus und auch der Schaft erinnert an den Klassiker aus England. Dennoch stellt der Monkstrap ein eigenständiges Schuhmodell dar und das nicht zuletzt durch seine eigentümliche Verschlussart. Anders als bei herkömmlichen Schnürsystemen, wie wir es von Herrenhalbschuhen wie den Oxforder oder dem Budapester kennen, lässt sich der Monkstrap durch eine Schnalle verschließen. Diese Schnalle, so wird angenommen, gibt dem Schuh bis heute seinen Namen. Denn auch die Schuhe der Mönche verfügten nicht über Schnürsenkel. Sie waren im Inneren mit einer kleinen Schnalle zu schließen und konnten so an den Füßen gehalten werden. Die Schnallenverschlüsse oder Riemenverschlüsse der edlen Treter können entweder einzeln oder doppelt auftreten. Sind es zwei Schnallen oder Riemen, die den Schuh schließen, so spricht man von einem Doppelmonk.

Der Monk (so wird der Schuh in Kurzform häufig bezeichnet) ist wirklich vielseitig. Er lässt sich zu unterschiedlichster Kleidung tragen und erfüllt verschiedenste Ansprüche. Im Büro sieht man ihn oft in Kombination mit Herrenanzügen. Beim Blick auf die Straße sieht man den Monk aber auch zu Jeans oder Cordhosen – Der Schuh funktioniert hervorragend in Kombination mit diesen Hosen. Das Material des Monk kann ganz unterschiedlich ausfallen und diversen Bedürfnissen dienen. Super elegant und stilistisch einwandfrei ist natürlich Kalbsleder. Es verfügt nicht nur über den gewohnt dezenten Glanz und die Eleganz, sondern auch über die praktischen Eigenschaften gut verarbeiteten Leders. Der Fuß des Mannes kann in einem Monk aus Kalbsleder super gut atmen. Dies ist besonders dann wichtig, wenn Mann den ganzen Tag von A nach B hetzen muss und sich kaum eine Pause erlauben kann.

Veloursleder ist zur Zeit wieder super in Mode und gibt dem Schuh einen angerauten Touch, der sich speziell in den Vintage-Look einfügt und tolle Momente schaffen kann. Die Vielseitigkeit der Materialien des Schuhs sind aber nicht nur für die Oberfläche relevant, sondern die Beschaffenheit der Schnallen des Monk kann sich krass unterscheiden. Es gibt Monks mit Schnallen aus Silber, Messing oder Eisenverschlussschnallen. Wer besonders großen Wert auf die Optik des Schuhs legt, der kann auch noch tiefer in die Tasche greifen und die Schnallen aus Gold fertigen lassen. Das ist aber eher ein Fall für die internationale Upper-Class.Das zeigt sich insbesondere daran, dass auch die Royales diesen Schuh gern tragen. Der Monk ist einfach ein toller Schuh, der aufgrund seines interessanten Verschlusssystems etwas Auflockerung in die Welt des Herrenschuhs bringt und eine echte Ausnahme bildet. Er ist der passende Schuh für alle Herren, die auch einmal etwas anderes ausprobieren wollen und denen das Abweichen von der Norm keine Last ist, sondern ihnen ein Vergnügen bereitet.

Wieso der Monk nun eigentlich Monk heißt, wird sich an dieser Stelle nicht abschließend klären lassen. Aber ich bin mir sicher, dass auch ein Mönch sich diesen extravaganten Schuhen nicht entziehen könnte.

Italienische Herrenschuhe – Klassiker voller Extravaganz und Stil

Italienische Herrenschuhe von Dsquared

Nicht nur die Damen lieben schöne Schuhe, sondern auch an den Herrenfüßen muss es stilistisch einwandfrei aussehen. Zu den beliebtesten Herrenschuhen gehören der Budapester und der Oxforder. Beide Modelle sind Zeichen ihrer Zeit gewesen. Der Budapester war vor allem im osteuropäischen Gefilden daheim und eroberte von dort die Welt der Schuhmode. Die Oxforder stammen, wie der Name schon sagt, aus Oxford, der beliebten Universitätsstadt in England und verbreitete sich von der Insel über Europa und nach Amerika. Schuhe, die häufig undiskutiert blieben, sind die wunderbaren Herrenschuhe aus Italien. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass sich italienische Schuhe vom äußeren doch sehr von traditionellen Herrenschuhen abgrenzen und einigen Menschen zu auffällig sind.

Doch wie unterscheiden sich die Schuhe nun genau?

Die italienischen Herrenschuhe sind super extravagant und müssen unbedingt auffallen. Krokodilleder oder Straußenleder, Schlange oder Fell – die italienischen Herrenschuhe müssen unbedingt ins Auge stechen und aus exotischen Materialien hergestellt sein. Dieses Begehren mag daraus resultieren, dass die Herrenmode in Italien schon seit Jahrhunderten ein etablierter Wirtschaftszweig ist und sich deshalb sehr vielseitig entwickelte und viele neue Ideen zugelassen wurden. Städte wie Florenz sind schon eine kleine Ewigkeit lang die Zentren der Herrenschuhe. Die großen italienischen Herrendesigner besuchten dort die Modeschulen und gründeten ihre Imperien, die sich später nicht nur in Italien, sondern auf der ganzen Welt breit machen sollten. Fakt ist, wenn sich die Mode umfassend entwickelt und immer neue Einflüsse zugelassen werden, dann muss sich mit der Kleidung auch die Aussagekraft der Accessoires ändern. Wahrscheinlich ist dies der Grund dafür, dass sich die italienischen Herrenschuhe im internationalen Vergleich so extravagant ausnehmen und eine Sonderposition einnehmen. Zwar sind sie nicht ganz so klassisch, wie dies bei englischen Schuhen der Fall ist, passen aber zu Anzug genauso wie zu neueren Looks und modischen Spielereien.

Die ausgefallene Art vieler italienischer Herrenschuhe ist aber kein Zeichen für mangelnde Sorgfalt oder hastiges Arbeiten, welches zu schlechter Verarbeitung führt. Das Schusterhandwerk hat in Italien eine sehr lange Tradition. Handgemachte italienische Schuhe sind nicht nur sehr hochpreisig, sie sind auch wahnsinnig detailverliebt verarbeitet und können bei guter Pflege sehr lange halten. Italienische Schuhmodelle, die wir alle kennen, sind vor allem diejenigen mit spitz zulaufender Schuhspitze. Dem einen mag es zu extravagant sein und nicht gefallen, der andere liebt dieses Schuhe für ihre exotische Optik, die das Laufen zur Freude macht. Apoppo auffallende Extravaganz: Der italienische Herrenschuh spart auch nicht an kreativen Farben. Ganz im Einklang  den tollen Schnitten der Schuhe, muss die Farbe unbedingt von Langeweile und Gewohnheit abweichen. Farben wie Rot, Grün, Gelb, Blau kennen wir nicht unbedingt von klassischen Herrenschuhen. In Italien sind diese Farben schon so lang in Benutzung, dass man sagen kann, sie selbst sind zum Klassiker am Herrenschuh geworden. In einem italienischen Büro würde es wohl kaum ins Auge fallen, wenn der Kollege Gelbe Herrenschuhe zum Anzug trägt. Würde man dies in England praktizieren, so würde garantiert die Nase gerümpft werden.

Was sich im Zusammenhang mit dem Schnitt und der Farbe ergibt, schlägt sich automatisch auf den Charakter der Schuhe und ihres Trägers nieder. Formen und Farbe lassen den Mann sexy wirken und versprühen den Italo-Charme, dem so viele Frauen erliegen. Budapester und Oxforder vermitteln hingegen Tradition und Klasse und passen super zu situierten Herren, die ihren Platz im Leben gefunden haben. Der italienische Herrenschuh nimmt sich hingegen jünger aus und repräsentiert Aktivität und das Lebensmotto unserer Nachbarn: Anno nuovo – vita nuova.

Für Männer, die sich nicht scheuen, modische Experimente zu machen und die auf extravagante Formen und Farben stehen, ist der italienische Herrenschuh genau das Richtige und absolut zu empfehlen.

Rahmengenähte Schuhe – lohnt sich der höhere Preis?

Rahmengenähte Schuhe

Für den anspruchsvollen Herren ist es nicht einfach, sich für den richtigen Schuh zu entscheiden. Es gibt so viele Schuhmodelle in so vielen verschiedenen Schnitten und Fertigungsarten, dass den Überblick zu behalten, nicht besonders leicht fällt. Was festzuhalten bleibt und seit Jahrhunderten ein absolutes Zeichen von Eleganz am Schuh ist, sind genähte Rahmen. Rahmengenähte Herrenschuhe traten ihren Siegeszug sowohl in Österreich und Ungarn, also den Ländern der KuK-Monarchie, als auch in England an.

Paradebeispiele für wundervoll verarbeitete und hochwertige Herrenschuhe sind der „Budapester“ und der „Oxford“, die zu jedem Anzug passen. Bleibt nur ein Problem: Wenn man sich die Preise der schönen Schnürer zu Gemüt führt, dann regt sich schnell innerer Widerstand. Je nachdem ob der Schuh individuell angepasst wird oder ein Standardmodell ist, kann man ohne große Probleme 150 – 1000 Euro auf den Tisch des Schuhmachers legen. Der hohe Preis der rahmengenähten Herrenschuhe war schon häufiger Anlass von Diskussionen und Debatten in der Modewelt. In einer Zeit, in der immer mehr Leute auf industriell gefertigte Schuhe aus synthetischen Materialien zurückgreifen (die durch moderne Produktionsverfahren in der Verarbeitung immer besser werden), muss ein Herrenschuh im hohen Preissegment erst einmal seine Legitimation beweisen.

Was sind also die Besonderheiten und Vorzüge der eleganten Treter?

Rahmengenähte Schuhe sind traditionell handgemacht und mit sehr viel Ausdauer und Liebe gefertigt. Der Schuhmacher nimmt genau die Form des Fußes auf, vermisst diesen und fängt dann erst an den Schuh zu machen. Dieses Verfahren ist naturgemäß länger als die kurze Produktionszeit, die es braucht, um einen Schuh in der Fabrik herzustellen. Die Arbeitskosten sind also höher und müssen zwangsläufig auf den Preis des Schuhs aufgeschlagen werden – immerhin will auch der Schuhmacher von etwas leben. Die Materialien des handgefertigten Schuhs sind wesentlich verlesener und besser verarbeitet, als es bei Fabrikschuhen der Fall ist. Die Lederarten, die meist zur Kreation eines Herrenschuhs verwendet werden, werden mit kritischem Auge geprüft und nur das beste Leder wird schließlich für den Schuh verwendet. Dies ist zwangsläufig mit Mehrkosten verbunden, da kleine, exklusive Schuhmacher, nicht die Warenmengen abnehmen können, die Großbetriebe ankaufen. Da dadurch für den Schuhmacher weniger Vergünstigungen gewährt werden können, erhöht sich der Preis des Schuhs nochmals. Der hohe Preis, den man für die Materialien des Schuhs bezahlt, lohnt sich allerdings.

Echtes Leder ist sehr strapazierfähig und verfügt über gute Eigenschaften. Es ist atmungsaktiv, was ein schnelles Schwitzen der Füße verhindert und es ist resistent gegenüber Wasser. Damit das auch so bleibt, muss der Schuh natürlich gepflegt werden. Hochwertige Lederschuhe sollten mit speziellen Cremes und Pflegesprays behandelt werden, damit sie ihre tolle Optik behalten. Schuhspanner sind ein weiteres Muss, das nicht vernachlässigt werden sollte. Durch einen Schuhspanner bleibt der Schuh in Form und bildet auch bei häufigem Tragen weniger Falten. Und so wie man es bei anderen Fortbewegungsmitteln macht, die man ab und zu zur Inspektion bringen muss, so sollte auch der extravagante rahmengenähte Schuh in regelmäßigen Abständen zum Schuhmacher gebracht werden. Dadurch erhöht sich die Lebenszeit des Schuhs noch einmal wesentlich und man hat lange Freude mit ihm.

Wenn man ein Fazit ziehen sollte, so müsste man wohl festhalten, dass individuell gemachte Schuhe natürlich teurer sind, als ein herkömmliches Paar Schuhe. Allerdings können rahmengenähte Herrenschuhe bei guter Pflege mehrere Jahrzehnte halten und werden dadurch zum echten Schnäppchen.

In England, der Heimat der rahmengenähten Schuhe, gibt es übrigens bis heute eine andauernde Affinität zu den tollen Stücken. Anders als in Deutschland, das keine so große Schuhmachertradition vorzuweisen hat, wird in England noch verbreiteter Geld für handgefertigte Schuhe ausgegeben.

Für Herren – Wie finde ich den passenden Schuh für den Frühling?

Endlich neigt sich die Schneezeit dem Ende zu und wir dürfen auf mehr Sonne und wärmere Temperaturen hoffen. Das bedeutet nicht nur freundlichere Gemüter und bessere Stimmung, sondern auch einen Wechsel der Mode. Immer wenn sich die Jahreszeit ändert, dann wird die Mode eine andere. Die dicke Kleidung bleibt zuhause und leichtere Kleidung übernimmt die Oberhand. Der Jahreszeitenwechsel ist aber nicht nur Sache der Hosen, Hemden und Jacken, sondern auch ein Fall für die Schuhe. Nicht immer weiß Mann, welcher Schuh am Besten in die Jahreszeit passt und welchem Anspruch die Schuhe genügen müssen. In diesem Artikel wollen wir nachforschen, welche Schuhe perfekt in den Frühling passen und den Mann von Welt glücklich machen werden.

Espandrilles 2013

Espadrilles – Leger in den Sommer

Der Espadrilles ist ein super lockerer Herrenschuh aus Spanien. Auch in Südfrankreich ist der Schuh super beliebt. Meistens wird dieser Schuh, der in wärmeren Regionen das ganze Jahr über getragen wird, in unseren Gefilden nur im Sommer und im Frühling getragen. Das liegt zum einen daran, dass der Schuh sehr leicht ist und aus Baumwolle und Leinen gefertigt wird, zum anderen liegt es an der Optik der Schuhe, die am besten mit Casual-Looks harmonieren, die an warmen Tagen von Vorteil sein können. Aber hier hat die Modewelt sich weiterentwickelt. Der Espadrilles wird nicht mehr nur aus Stoffen gefertigt, sondern das Design des Schuhs wurde mit anderen Materialien adaptiert und weiterentwickelt. Designer wie Tommy Hilfiger schwören auf den Sommerschuh, der auch im Frühling eine gute Wahl ist. Zu diesem Schuh passen am besten Leinen- oder Baumwollhosen, die locker fallen. Einfarbige Poloshirts oder gestreifte Kurzarmhemden können je nach Schaftfarbe des Schuhs kombiniert werden und bilden einen sehr sportlichen Look.

Wir dürfen hoffen, dass der Espadrilles diesen Frühling in tollen Variationen erscheint und uns die Freizeit so besonders farbig und entspannend gestaltet.

Salvatore Ferragamo Mokassin

Die Mokassins – ein Klassiker für den Frühlingstag

Mokassins gibt es heute in so vielen verschiedenen Varianten, Farben und Schnitten, dass Mann gar nicht mehr den Überblick behalten kann. Dabei ist der Schuh eigentlich ein absoluter Klassiker, dessen Geschichte weit bis in die Besiedelung Amerikas zurückreicht. Bereits die amerikanischen Indianer fertigten Mokassins, wobei diese je nach Anlass unterschiedlich verziert wurden. Später wurde der Schuh zum Hausschuh des amerikanischen Siedlers und fand seinen Weg schließlich nach Europa, wo der Schuh seinen Durchbruch in der Modewelt schaffte. Mokassins sind einfach perfekt für den Frühling. Nicht nur, dass der Schuh aufgrund seines Materials einige Wetterlagen übersteht (Wir finden heutzutage durchaus Mokassins, die einen Frühlingsregen aushalten), atmungsaktiv ist und somit die Schweißbildung verringert, er ist auch sehr leicht zu tragen, da die meisten Mokassins über keine gewöhnliche Schnürung verfügen. Bisher herrschte verbreitet die Meinung, dass Mokassins nicht an den Arbeitsplatz gehören, da sie zu leger seien. Betrachtet man  aber die sich wandelnde Arbeitswelt und die Entwicklung der Schuhe, so muss man feststellen, dass die meisten Mokassins durchaus zu einem lockeren Office-Look passen. Wer im Büro oder der Bank Anzüge tragen muss, der wird sich dem Druck natürlich beugen müssen und auf traditionelle Schuhmodelle wie den „Budapester“ oder den „Oxford“ zurückgreifen.

Elegante Schnürschuhe für Herren

Auch dieses Jahr gibt es wieder eine Vielzahl von eleganten Halbschuhen für Herren. Sie erfüllen ihren Dienst im Frühling bestens. Wie bei den Damenschuhen ist auch bei den eleganten Herrenschuhen klassisches Glattleder oder Vintage-Look angesagt. Wer Vintage-Schuhe liebt, der sollte einen Look kreieren, der mit Cordhosen und Cordsakkos arbeitet. Denn Vintage-Schuhe aus Velours- und Rauledern passen dafür einfach am Besten. Dieser Look lässt den situierten Herren jung, aktiv und trotzdem elegant wirken.

Ob Mokassin, Espandrilles oder Budapester: Die Männer können schon voller Vorfreude in den Frühling gehen – die Schuhe werden sie nicht im Stich lassen.

Designer Herrenstiefel im Jahr 2013

Herrenstiefel 2013

Der Winter ist kalt und die Tage sind lang. Draußen liegt Schnee und am liebsten würde man den ganzen Tag in der warmen Stube sitzen und sich am Kamin wärmen. Leider geht es nicht so einfach, denn wir müssen alle zur Arbeit und unsere Aufgaben bewältigen, sei es in der klirrenden Kälte oder in einem Büro. Auf dem Weg zur Arbeit, welche es auch sei, muss ein Mann warme Füße haben, sonst kann der ganze Tag zur Tortur werden. Männer, die klassische Mode bevorzugen, werden im Büro häufig auf „Budapester“ und den allseits beliebten „Oxford“ zurückgreifen. Diese Schuhe sind wunderschön und drücken Eleganz aus. Doch im Winter sind die Halbschuhe, so schön sie auch sind, nicht immer das geeignetste Schuhwerk. Wer wirklich auf Nummer sicher gehen, will, der muss über ein Paar Stiefel nachdenken, die sowohl Eleganz verkörpern und repräsentieren als auch warm und bequem sind. Dieser Artikel möchte ein paar passende Herrenstiefel für den Winter unter die Lupe nehmen und darüber hinaus einen Blick auf unterschiedliche Stil-Kombinationen werfen. Denn heutzutage können nicht nur traditionelle Herrenschuhe und Stiefel im Büro getragen werden, sondern auch legerere Looks, die trotzdem schick sind und die beruflichen Fähigkeiten des Mannes nach außen reflektieren.

Herrenstiefel zeichnen sich durch einen Schaft aus, der oftmals länger ist als der Schaft von Damenstiefeln. Dies liegt vor allem daran, dass Herrenhosen etwas weiter fallen als Damenhosen und die Schafte so unter der Hose verborgen werden können. Bei jüngeren Looks geht der Trend bei Herren zum offenen Stiefel, der locker getragen wird. Dies funktioniert besonders gut mit engen Hosen, die dann in die Stiefel gesteckt werden. Auf diese Art wird Lockerheit repräsentiert, die vor allem mit dem total angesagten Vintage-Look harmoniert –  andererseits wird die Wärme der Füße garantiert, die im Winter eine solch große Rolle spielt. Passende Schuhe, die diesen Look untermalen, sind die Schnürstiefel der Marke Zign. Der Schuh im Vintage-Look hat einen umklappbaren Schaft und ist innen dick gefüttert. Damit passt er in die Mode der Saison und in die kalte Jahreszeit. Was einen Herrenstiefel im Look vergangener Tage wirklich authentisch macht, ist das Material. Rauleder und Velours lassen den Schuh gealtert aussehen, verleihen ihm aber trotzdem Klasse und verfügen natürlich über die großartigen Eigenschaften, wasserabweisend und andererseits atmungsaktiv zu sein.

Was klassisch an den Vintage-Stiefeln dieser Saison ist, ist der Fakt, dass viele Schuhdesigner nicht ohne eine Rahmennaht auskommen. Die Rahmennaht hat ihren Ursprung aber bei viel traditionelleren Schuhmodellen, wie dem eingangs erwähnten „Budapester“ und dem „Oxford“. Und da wären wir auch schon beim Thema. Wem der Vintage-Look dieses Winters viel zu jung und spleenig ist, der kann auch auf wesentlich elegantere Varianten von Herrenstiefeln zurückgreifen. Der Theresianer High-Boot mit Vibramsohl von Vass Shoes vereint absolut alles, was sich der Mann von Welt zu seinem Anzug wünschen kann. Jeder, der im Sommer „Budapester“ trägt, kommt in den Wintermonaten nicht an diesem Herrenstiefel vorbei. Nicht nur, dass der High Boot absolut zu jedem Geschäftsanzug passt, er besitzt auch wahnsinnig praktische Elemente, die im Winter niemand missen möchte.

Da sei zum einen die hohe 8-Loch Derby-Schnürung und zum anderen die toll gefertigten Ösen. Diese ermöglichen im Schnee und bei der Rutschpartie auf glattem Untergrund Standhaftigkeit. Außerdem verfügen die Boots über eine Sohle, die das rutschen generell verhindert und Mann nicht in schwierige Situationen kommen lässt. Das Kalbsleder der Schuhe ist fantastisch glänzend und passt hervorragend in den Büroalltag, leistet seine Dienste aber auch beim Einkaufsbummel nach der Arbeit. Mit einem Preis von bis zu 900 Euro ist der Schuh natürlich kein Schnäppchen, hält sich bei ordentlicher Pflege aber auch sehr viele Jahre.

Egal ob lockerer Büro-Look oder absoluter High-End Stiefel für den situierten Herren – die Designer haben sich diesen Winter etwas einfallen lassen.

Der Oxford-Schuh – elegantes Schuhwerk für den Herren

Wer einen eleganten Schuh zum Anzug sucht und dabei auf absolute Zeitlosigkeit Wert legt, der kommt eigentlich nicht an einem echten „Oxford“ vorbei. Neben dem „Budapester“ gehört dieser Schuh zu den Herrenschuhen, die schon seit über einem Jahrhundert den Fuß des echten Gentleman kleiden. Der „Oxford“ hat – wie der Name schon unmissverständlich klar macht – etwas mit der Stadt Oxford zu tun. Die englische Stadt, die für ihre weltberühmte Universität bekannt ist, ist noch heute ein Mekka für junge Studenten und Akademiker. Der „Oxford“ war ein Ausdrucksmittel und Kleidungsstück eben jener gesellschaftlichen Gruppen – der Studenten und Akademiker. Das Neue an ihm war, dass er die bis dahin vorherrschenden knöchelhohen Stiefel ersetzte und dadurch frischen Wind in die Welt der Herrenmode brachte. Es gab also schon zu dieser Zeit modische Trends, die sich schließlich etablierten und nun zum Standardrepertoire der Welt des Herrenschuhs gehören. Genau wie der „Budapester“ strahlt der „Oxford“ aber nicht nur eine gewisse Geschichte und gehobene Eleganz aus, sonder er weist hervorragende Eigenschaften auf.

Der Oxfort – schon lange eine Garant für männliche Eleganz

Meist wird der Schuh aus edelstem Leder hergestellt. In England, einem Land in dem noch häufiger handgemachte Schuhe verkauft werden, als in anderen Teilen von Kontinentaleuropa, achten die Schuhmacher besonders auf ihre Werkstoffe. Tolles Kalbsleder, das sich je nach Beschaffenheit und Alter der Tiere in Boxcalf und Babycalf untergliedern lässt, ist ein sehr hochwertiger Werkstoff mit besonders vorteilhaften Eigenschaften. Das Kalbsleder ist sehr weich und erzeugt höchsten Tragekomfort. Darüber hinaus ist es atmungsaktiv und verhindert übermäßiges Schwitzen des Fußes im Sommer. Auch bei Regen steht der Schuh seinen Mann, denn das Leder ist wasserabweisend. Der „Oxford“ hätte aber nicht einen solchen Unterschied in Schuhwelt gemacht, würde er nicht noch weiter Charakteristika besitzen, die seine Einzigartigkeit auszeichnen. Schnürung, Schafthöhe und Schaftschnitt sind bei vielen „Oxford“ unterschiedlich und lassen die Modelle so wunderbar variantenreich erscheinen.

Bei der Schnürung der Schuhe unterscheidet man zwischen einer offenen Schnürung und einer geschlossenen Schnürung. Offen oder geschlossen meint hier die Form des Schaftschnittes. Bei einer offenen Schnürung bezeichnet man den Schuh auch als „Derby“. Man sollte darauf achten, dass hiermit aber nicht gemeint ist, ob der Schuh gebunden ist oder nicht. Offen und geschlossen deutet nur an, wie die Verschlussteile beim Oxford-Schuh zusammenlaufen. Die Schafthöhe eines „Oxford“ entscheidet über seine eigentlich Bezeichnung. Verfügt der Schuh über einen niedrigen Schaft, so spricht man von einem Halbschuh, hat der Schuh einen besonders hohen Schaft, so geht man von einem Oxford-Stiefel aus. Bei der Art des Schaftschnitt wird nochmals differenziert. Wenn der Schaft aus einem einzigen Stück Leder gemacht ist, redet man von einem „Wholecut“. Ist nur das Vorderteil nahtlos, ist von einem Plain Oxford die Rede. Diese Elemente allein sagen viel über den jeweiligen „Oxford“ aus, sind aber nicht die einzigen Kriterien, die den Schuh beeinflussen. Auch die Verzierung des Schuhs ist von enormer Wichtigkeit. Die Lochverzierungen, die wir bereits vom edlen „Budapester“ kennen, weisen auch viele Oxford-Schuhe auf. Und ähnlich wie beim „Budapester“ gibt es auch beim „Oxford“ die Unterscheidung zwischen einer Querkappe und einer Flügelkappe. Hat der Schuh eine Querkappe, so sprechen wir von einem „Halfbrogue“, verfügt der Schuh über eine Flügelkappe, so sprechen wir von einem „Fullbroque“.

Der „Oxford“ hat zurecht seinen Weg in die Modewelt gefunden und ist zu einem zeitlosen Klassiker geworden. Für Stars wie Frank Sinatra und Fred Astaire waren sie nicht wegzudenken, da sie zu jedem Anzug passten und jedem Anlass Glanz verliehen. Wer dies auch einmal für sich geltend machen will, der ist gut damit beraten, sich einen „Oxford“ zuzulegen.